Junge Frau hält eine Tablette an ihren Mundwinkel und hält ein Glas Wasser in der Hand.

Basistherapien bei MS

Laut AMSEL, einem Portal für Multiple Sklerose, wird nicht mehr zwischen Basistherapien und Eskalationstherapien unterschieden. Stattdessen werden die verfügbaren MS-Medikamente in drei Wirksamkeitskategorien unterteilt. Laut der Seite www.deutsche-apotheker-zeitung.de zählen zur Kategorie 1 beispielsweise Medikamente wie Aubagio®, Betainterferone, Copaxone® und Tecfidera®. Diese Medikamente zur Behandlung der MS weisen übrigens eine relative Reduktion der Schubrate im Vergleich zu Placebo von 30 bis 50 Prozent auf … laut vorheriger Quelle.

MS-Themen aus dem Inhalt:

Frau leidet unter starken Kopfschmerzen als Symptom der Multiplen Sklerose und sitzt bei einem Arzt im Sprechzimmer.

Mögliche MS-Symptome

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, die vor allem junge Erwachsene betrifft. Bei MS greift das ...
Ein Arzt überprüft die Ergebnisse von Hirntests mit einer Computerschnittstelle in einem hochmodernen medizinischen Umfeld.

MS-Diagnose erhalten?

Du hast eine MS-Diagnose erhalten und fühlst dich überfordert? Lass mich dir zunächst sagen: Du bist nicht alleine. Es gab ...
Unterstützung bei Multipler Sklerose. Psychotherapiesitzung, um mit der Diagnose von Multipler Sklerose besser umzugehen zu können.

Unterstützung bei MS

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wo Personen mit einer frischen MS-Diagnose Unterstützung bekommen können. Hier sind einige Optionen:Hausarzt oder Facharzt: Der ...

Meine bisherigen MS-Medikamente

Nach meiner MS-Diagnose im Januar 2018 hatte ich mich zunächst, in Absprache mit meinem behandelnden Arzt, für Tecfidera® entschieden. Wir waren uns beide einig, dass wir es erst einmal mit einem „schwächeren“ MS-Medikament probieren wollten. Damals war halt noch von einer Basistherapie die Rede und heute spricht man bei Tecfidera® von einem Medikament der Wirksamkeitskategorie 1.

 
Ich persönlich hatte mich damals direkt nach meinem Diagnoseschub für ein MS-Medikament entschieden, weil meine Angst vor der MS größer war als vor möglichen Nebenwirkungen. Meine Einschränkungen waren einfach schon viel zu krass, um nicht alle Register ziehen zu wollen. Unter anderem sprechen wir dabei von einem blinden Auge, enormen Gang- und Gleichgewichtsproblemen sowie Dauerkopfschmerzen. Nicht unerwähnt möchte ich jedoch lassen, dass sich nicht alle Menschen mit MS für ein MS-Medikament entscheiden. Demnach möchte ich hier nicht belehrend sein.

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Meine Basistherapie mit Tecfidera®

Bereits wenige Wochen nach meiner MS-Diagnose hatte ich damals mit der Basistherapie begonnen. Die Wahl fiel auf Tecfidera®, auch unter dem Begriff Dimethylfumarat bekannt. Laut der DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft) handelt es sich dabei um ein Medikament, das eine entzündungshemmende Wirkung hat. Der Hauptgrund für mich war übrigens damals, dass ich nicht spritzen wollte.

Leider hatte ich Tecfidera® nicht so gut vertragen und darüber hinaus auch noch neue Entzündungsherde bekommen. Bei zwei MRT-Untersuchungen wurden insgesamt 4 oder 5 neue Herde gefunden, weiß es schon gar nicht mehr so genau. Nach ungefähr 1,5 Jahren wechselte ich deshalb zu Tysabri®, einem stärkeren MS-Medikament. Meine damaligen Nebenwirkungen unter Tecfidera® betrafen übrigens hauptsächlich meinen Magen-Darm-Trakt. Ich hatte fast permanent mit Sodbrennen oder Magenschmerzen zu kämpfen. Den üblichen Flush hingegen bekam ich nur äußerst selten.

MS-Themen aus dem Inhalt:

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Eskalationstherapie mit Tysabri®

Als ich damals von Tecfidera® zu Tysabri® wechselte, war das übrigens auch eine Entscheidung meinerseits aufgrund von Erfahrungswerten aus der MS-Community. Im Vorfeld hatte ich um Erfahrungswerte zu drei verschiedenen MS-Medikamenten gebeten und dann eine Entscheidung für mich getroffen. Selbstverständlich hatte ich auch alles mit meinem behandelnden Arzt diskutiert und zusätzlich nach seiner Meinung gefragt. Gemeinsam hatten wir uns dann für Tysabri® entschieden.

 
Mittlerweile (Stand November 2023) bekomme ich Tysabri® schon seit mehreren Jahren. Vor einigen Wochen hatte ich meinen 47. Tysabri®-Termin. Davon habe ich es übrigens 21 Mal in Form von Fertigspritzen bekommen, zuvor hingegen als Infusion. Die Nebenwirkungen halten sich in meinem Fall mit gelegentlichem Schwindel in Grenzen und ich bin seit Tysabri® stabil, zumindest laut meinen MRT-Kontrollen. Allerdings habe ich seit etwa 1,5 Jahren krasse Probleme mit meinem Darm. Ich habe keine Ahnung, ob das eventuell auch Nebenwirkungen vom Medikament oder allgemeine Launen der MS sind.

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Frau im grünen Top zeigt einer Gruppe von Menschen etwas auf ihrem Laptop

Du hast auch eine MS-Diagnose erhalten und möchtest etwas zu diesem Thema beitragen? Welche Medikamente hast du bisher bekommen? Wie lauten deine persönlichen Erfahrungen? Hattest du irgendwelche Nebenwirkungen? Bist du stabil oder hattest du weiterhin Schübe bzw. eine allgemeine Verschlechterung?

Erfahrungsberichte von Betroffenen lesen

Alle Erfahrungswerte von Menschen mit MS habe ich auf einer separaten Themenseite über MS-Medikamente zusammengetragen. Völlig egal ob Basistherapien, Eskalationstherapien oder Wirksamkeitskategorien 1 bis 3. Über weitere Erfahrungen aus der MS-Community würde ich mich freuen.